Warum gibt es Weinflaschen in verschiedenen Formen?

Geschrieben von: Luis Roldan Im: Blog Am: Monday, December 5, 2016 Kommentar: 0 Hit: 3753

Weinflaschen gibt es in allen verschiedenen Formen und Grössen, von gross und schlank bis kurz und kräftig. Und während die Form der Flasche keinen Einfluss auf den Geschmack des Weines hat, zeigt sie doch einen beträchtlichen Anteil an Geschichte und Tradition der Entstehung des Weines.

Weinflaschen gibt es in allen verschiedenen Formen und Grössen, von gross und schlank bis kurz und kräftig. Und während die Form der Flasche keinen Einfluss auf den Geschmack des Weines hat, zeigt sie doch einen beträchtlichen Anteil an Geschichte und Tradition der Entstehung des Weines.

Obwohl es Hunderte verschiedene Flaschenformen gibt, beschränken sich die meisten Weinhersteller auf drei Flaschenformen:

  · Bordeaux
  · Burgunder 
  · Elsässer/Moselflasche

Hier eine kleine Historie über diese Flaschenformen.

Burgunderflasche:

Die erste der drei Flaschenformen, die zuerst bekannt wurde, war die Burgunderflasche. Erfunden wurde sie irgendwann im 19. Jahrhundert. Es heisst, dass die geschwungenen Seiten hier einfach existieren, damit die Glasmacher es leicht hatten, diese Flasche herzustellen. Nach der Erfindung der Burgunderflasche haben die Verantwortlichen der Herstellung von Weinen wie Chardonnay und Pinot Noir damit begonnen, roten und weissen Burgunder darin abzufüllen. Innerhalb weniger Jahrzehnte war die Flasche bekannt als die Flasche in der es guten Chardonnay und Pinot Noir gibt. Heutzutage werden die meisten Rotweine, die einen ähnlchen Geschmack haben wie der Pinot Noir, also leicht, hell und dennoch voll wie z.B. der Nebbiolo, Gamay und Etna Rosso, in dieser Art Weinflasche abgefüllt. Falls Sie einen Weisswein in einer Burgunderflasche finden, ist das ursprünglich ein gutes Zeichen, dass der Wein beim Alterungsprozess etwas am Eichenfass geschnuppert hat.

Bordeauxflasche:

Fast sofort nach der Erfindung der Burgunderflasche erblickte die Bordeauxflasche das Licht der Welt. Die zwei berühmtesten Rotweintrauben der damaligen Welt, Cabernet Sauvignon und Merlot, wurden in Bordeauxflaschen abgefüllt. Was den Unterschied in der Flaschenform zur Burgunderflasche ausmacht, sind die zwei unverwechselbaren Schultern der Bordeauxflasche. Die Mehrheit der Weinkenner meinte, dass die zwei Schultern der Flasche so kreiert wurden, um das Sediment, welches sich oft bei alten Bordeauxweinen ansammelt, beim Dekantieren besser vom Qein zu trennen. Jedoch wurde diese Beweisführung nie in irgendeiner Weise bestätigt, und auch nicht, dass die Bordeauxflasche deshalb Ihre markanten zwei Schultern hat. Viele glauben einfach, dass die Schulter der Bordeauxflasche rein aus Abgrenzung zur Burgunderflasche geschaffen wurde.

Die Elsässer, Moselflasche oder auch Rieslingflasche:

Die Rieslingflasche wiederum kam kurze Zeit nach der Bordeauxflasche. Ursprünglich wurde diese Flasche zur Lagerung von reinem Rieslingwein geschaffen, sowohl trockenen als auch lieblichen Wein, erfährt aber u. a. auch die Lagerung von z.B. Gewürztraminer. Diese Flaschen sind viel schlanker und zarter als Ihre Gegenspieler Burgund und Bordeaaux. Der Grund in der Form liegt angeblich in der Transportroute auf dem Rhein. Der Rhein war gedacht für kleinere Flussschiffe und das bedeutet, die Flaschen müssen schlank sein, um soviele wie möglich im Rumpf des Schiffes unterbringen zu können. Dahingegen waren der Burgunder und der Bordeaux auf hoher See zu Hause, in der Sie oft nach England unterwegs waren. Diese Flaschenformen waren viel robuster und angepasst an ihre Transportumgebung.

Unabhängig davon in welcher Flaschenform Ihr Wein zu Ihnen gelangt, der nützlichste Aspekt ist die Seitenlagerung des Weines, die den Kork feucht hält und eine perfekte sauerstofffreie Dichtung des Weines gewährleistet.

Bemerkungen

Lassen Sie Ihren Kommentar

Telefon:

 (+41) 41 630 47 48

Newsletter

Bleiben Sie gut informiert